Wir waren in Italien, im September. Ich wollte schon viel früher davon berichten, aber dann machte meine Krankheit mir wieder zu schaffen und darum komme ich erst jetzt dazu.
Leider konnte unsere Luna nicht mehr mitfahren, da sie kurz vorher auf die große Hundewiese gegangen ist, da wo alle anderen Hunde von Mom sind, die früher bei ihr lebten. Mom war sehr, sehr traurig deswegen und teilweise ist sie es immer noch. Ich habe ihr versprochen noch ganz lange bei ihr zu bleiben.
Deswegen sind wir nur zu Dritt gefahren. Mom, Oma und ich. Ganz früh am Morgen ging es los. Da war es fast noch dunkel. Unser Auto war bepackt und getankt und der Reiseproviant in Reichweite. Ich machte es mir auf dem Rücksitz in meinem neuen Autohundebett gemütlich. Angeschnallt wurde ich natürlich auch. Dann ging es erstmal Richtung München. Aber dieses Mal fuhren wir daran vorbei, Richtung Österreich und weiter nach Italien. Unser erster Stopp war eine Tankstelle, weil das Auto Durst hatte. Dort haben wir aber keine große Pause gemacht, weil es so laut war und mir das Angst machte. Deswegen sind wir noch ein Stückchen weiter gefahren. Ehrlich gesagt, ein gutes Stückchen, weil die folgenden auch nicht besser waren.
Dann kam aber eine Raststätte, die hatte sogar einen Hundeauslauf, Autostrada del Brennero, Raststätte Nogaredo ovest in Richtung Süden. Ich fand das ja nicht so toll, aber das lag nicht an dem Hundeauslauf. Die haben sich echt Mühe gegeben. Ich bin halt immer ein wenig unsicher wenn ich wo fremd bin. Wenigstens fanden wir dort eine ruhige Ecke, wo wir rasten konnten.
Danach ging es weiter in Richtung Süden. Am späten Nachmittag sind wir an unserem Ziel angekommen. Marina di Castagneto Carducci an der Costa degli Etruschi. Mom hatte dort ein Ferienhaus gemietet. Das war echt schön. Wir waren da ganz für uns. Oma hatte ein Zimmer für sich und Mom und ich hatten ein Zimmer für uns.
Nach der langen Fahrt waren wir alle ziemlich erschöpft. Wir haben noch ein bißchen was eingekauft und sind dann zum Essen gegangen. Dort war ich nicht der einzige Hund und dies sollte die nächsten zwei Wochen so bleiben. Danach nur noch ins Bett, weil hundemüde.
Morgens haben Mom und ich immer erst eine kleine Runde vor dem Frühstück gedreht. Danach sind wir dann entweder ans Meer oder wo hingefahren oder erst wo hingefahren und danach noch ans Meer. Wir mussten ja auch aufpassen, dass es Oma nicht zuviel wird.
Dort wo wir waren, gab es einen tollen Hundestrand. Mom hatte zuerst die Absicht alle Hunde zu fotografieren, denen wir dort begegnen. Aber es waren einfach zuviele, deswegen gab sie dies schnell wieder auf. Wer jetzt denkt, der Strand wäre total überfüllt gewesen, irrt. Es waren zwar viele Hunde da, aber es gab keine Probleme und es war auch nicht laut. Fast jeder Hund ist bei seinen Menschen gewesen und die Zweibeiner waren auch nicht laut.
Der Sand dort eigent sich prima zum buddeln und zum wälzen. Mal lag ich in der Sonne, mal im Schatten. Da ich ja nicht wirklich wasserfest bin, plantschte ich zuerst in dem Fluß, der dort ins Meer fließt. Ins Meer selbst traute ich mich erst mal nicht. Mom hat mich aber dann irgendwann genommen und ins Wasser getragen. Ich stellte dann auch fest, dass das Meer gar nicht gefährlich ist, wie ich dachte und nach einigem Zögern bin ich selber, aber doch mit Mom zusammen, ins Meer gelaufen. Ich bin sogar ein bißchen geschwommen. Dieses Jahr werde ich mein Seepferdchen machen, das habe ich mir fest vorgenommen.
Unsere Ausflüge waren auch interessant. In dieser Gegend gibt es viele schöne Orte. Und weil nicht mehr so viel Touristen da waren, war es auch ziemlich ruhig und entspannt. Obwohl es noch gut warm war, in den kleinen Orten mit den alten Steinhäusern war es immer ganz angenehm mit den Temperaturen. Wobei ich es ja eh gerne warm mag.
Wenn wir zum Essen gegangen sind, durfte ich immer mit hinein. Wir mussten also nie eine Alternative suchen. Bei den meisten Lokalen waren auch andere Hunde da. Das hat dort genauso prima funktioniert, wie am Strand. Am liebsten wären Mom und ich gar nicht mehr zurück gefahren. Aber das ging leider nicht, weil Mom muss ja Geld verdienen. Vielleicht finde ich mal einen Schatz, dann braucht Mom nicht mehr zu arbeiten.
Dieses Jahr fahren wir jedenfalls wieder dorthin, wir haben auch schon gebucht. Ich freue mich schon sehr darauf.
Tanti saluti Finja
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