Der Hunde-Blog 

Die Artikel und Beiträge unterliegen alle dem Copyright. Wenn ihr was übernehmen wollt, dann meldet Euch. LG Ulrike Geng

Auf eine schöne und entspannte Adventszeit

 

Die Advents- und Weihnachtszeit gehört auch bei uns Hundehaltern zu einer schönen Phase. Nicht zuletzt, weil man sich ja schon Gedanken macht, was man seiner Fellnase denn Schönes schenken möchte. Damit unser Hund aber auch unbeschadet durch die "staade Zeit", hier ein paar Tipps, die ich Euch ans Herz legen möchte.

 

Weihnachtsbraten: Hier gilt es größte Vorsicht walten zu lassen. Die Knochen von Ente oder Gans sind absolut tabu für den Hund. Gekochte Knochen sind im Gegensatz zu rohen Knochen eine tödliche Gefahr für Hunde, da diese zum Einen splittern und zum Anderen zu einem Darmverschluß führen können. Daher auch die Reste des Weihnachtsbratens so entsorgen, dass weder der Hund noch draußen Freigängerkatzen daran kommen können.

 

Schokolade, Lebkuchen & Co.:  Weihnachtsleckereien gehören nicht in den Hundemagen. Ebenso ist Schokolade nichts für den Hund. Der Inhaltsstoff Theobromin kann für Hunde tödlich sehr gefährlich werden. Aber keine Sorge, mittlerweile gibt es auch für unsere Wuffs weihnachtliche Hundekekse. 

 

Giftige Weihnachtspflanzen: Zu diesen zählen Weihnachtsstern, Christrose, Mistelzweige, Tannengehölz und die Nadeln. Es treten Magenbeschwerden, Schleimhautreizungen, Krämpfe oder Lähmungen auf. Daher Weihnachtspflanzen immer außer Reichweite stellen.

 

Baumschmuck: Glaskugeln, Lametta, Engelshaar sind gefährlich. Hunde spielen gerne damit. Zerbrochenes Glas kann zu Schnittwunden führen. Wird Weihnachtsschmuck verschluckt, kann dies zu schweren inneren Verletzungen führen. 

 

Duftöle/Räucherkerzen/Potpourris: Diese sind nicht nur in der Weihnachtszeit für Hunde gefährlich. Durch Einatmen kann es beim Hund zu Vergiftungen kommen. Darüber hinaus sind sie für die feine Nase des Hundes eine starke Geruchsbelästigung. 

 

Damit nichts passiert ist es am besten den Hund nicht allein mit dem Weihnachtsbaum, dem Essen, den brennenden Kerzen zu lassen. Sollte Euer Hund irgend etwas erwischt haben, was gefährlich ist, informiert Euren Tierarzt, damit er darauf vorbereitet ist und Euch auch gleich sagen kann was zu tun ist. 

Ein Hund, Ja oder Nein? Das ist hier die Frage

 

Wenn ein Hund einzieht, sollte man sich vorab Gedanken darüber machen wie das gemeinsame Leben ablaufen soll. Das Daheim bleiben können, draußen keinen Unfug anstellen, in der Nähe bleiben. Auch wie der Hund sich Artgenossen und/oder Menschen gegenüber verhält. Ob man jetzt Jemanden unterwegs trifft oder Besuch nach Hause kommt. Schafft man das alleine oder benötigt man Unterstützung dabei. Wenn ja, welche Hundeschule ist die Richtige für uns. Was jedoch noch viel wichtiger ist bei den Vorüberlegungen, ist ein Hund tatsächlich die richtige Wahl für ein neues Familienmitglied?

 

Hat man dauerhaft Zeit und Lust sich mit einem Hund zu beschäftigen? Das Thema Lern- und Ausbildungszeit war zu Beginn meiner Trainerlaufbahn noch sehr eng gesetzt. Mit einigen wenigen Kolleginnen und Kollegen gehörte ich damals zu den Befürwortern, den Hunden wesentlich mehr Zeit zu geben. In ihrer Entwicklung und dadurch verbunden in ihrer Ausbildung. Wir konnten dann doch bei vielen Hundehaltern ein Umdenken feststellen. Der Erfolg, entspannte und unauffälige Hunde, zufriedene und glückliche Hundehalter, hatte uns recht gegeben.

 

In den letzten Jahren hat sich der Zeitfaktor, also wann was umgesetzt wird und wie oft, leider wieder in die andere Richtung gewendet. In kurzer Zeit soll der Hund fertig ausgebildet, perfekt gehorchen und ein angenehmer und freundlicher Mitbewohner sein. Denn man hat ja wahnsinnig viel um die Ohren, ist beschäftigt, zahlreiche Aktivitäten warten auf einen. Da muss das schon ein bißchen schneller gehen mit dem Hund.

 

Ob nun Welpe oder Junghund, erwachsener Hund oder Auslandshund, bis es einigermaßen rund läuft vergehen in der Regel 2 bis 3 Jahre. Man darf auch nicht vergessen, dass es unterschiedliche Lebensstadien gibt, in denen sich die Hunde nochmal verändern. Es hört nicht mit einem Jahr auf. Der Hund ist nicht mit 2 Jahren fertig und bleibt so bis er irgendwann von uns geht. Hunde leben zudem nicht auf der Überholspur, nicht auf Social Media Kanälen. Sie leben im Hier und Jetzt und gerne ohne Streß und täglicher Aufregung.

 

Was ebenso auffällt ist nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität der Umsetzung. Es wird zwar viel mehr als vor 20 Jahren über den Hund gelesen, es werden unzählige Sendungen und Videos angeschaut, es wird jedoch immer weniger umgesetzt und wenn, dann nur kurzfristig. Es reicht nicht zu wissen, wie man sich verhalten soll, damit der Hund einen versteht. Man muss es auch tun. Auch ein ständiger Wechsel in der Kursführung ist mehr als verwirrend. Die Hunde wissen nicht mehr worauf sich sich verlassen sollen.

 

Die Frage die sich hier stellt ist, wenn wir diese Zeit nicht haben und aufbringen wollen, wenn wir nicht stringent arbeiten, warum sich einen Hund holen? Jedem ist klar, dass ein Hund ein Lebewesen ist und keine Maschine, die man nach Belieben ein- und ausschalten kann. Und trotzdem wird dem Bedürfnis der Hunde nach Struktur und Sicherheit nicht Rechnung getragen. Einen Hund hat man jeden Tag in der Woche, im Monat, das ganze Jahr über, ein Hundeleben lang. Wenn einem das nicht liegt, dann sollte man davon absehen sich einen Hund zu holen. Denn, das wäre dem Hund gegenüber nicht gerecht. Und es ist auch nur fair vorher darüber nachzudenken und diese Entscheidung zu treffen. Wer möchte adoptiert und nach kurzer Zeit wieder entsorgt werden? Wer möchte ein unglückliches Leben führen, weil man nicht zusammen passt? Darum vorher genau überlegen. Ein Hund, ja oder nein und wenn ja, welcher Hund. Eine gute Entscheidung ist eine faire Entscheidung.

 

Hundeschulen und Tierschutzvereine beraten gerne und helfen dadurch eine Entscheidung zu treffen und in manchen Fällen raten sie auch von dem einen oder anderen Wunschkandidaten ab. Weil es halt nicht passt. Das ist nicht gegen einen gerichtet, sondern zum Besten für die Beteiligten, Hund wie Mensch.

 

Es gibt auch noch eine andere Alternative als den eigenen Hund. Tierschutzvereine und Tierheime benötigen in der Regel dringend Unterstützung. Sei es als Gassigeher oder helfende Hand für die alltäglichen Aufgaben. Oder vielleicht benötigt die ältere Dame in der Nachbarschaft Hilfe, weil sie nicht mehr so gut zu Fuß ist und ihr Hund dadurch zu wenig Bewegung hat.

 

Als Hundemensch darf ich sagen, es ist sehr anstrengend, aufwendig und benötigt viel Zeit um für sich und den Hund ein gutes und schönes Leben aufzubauen. Es macht dafür dann unendlich viel Freude gemeinsam unterwegs zu sein. Das ist der Lohn, denn man erhält. Und es ist an uns darüber nachzudenken, ob und wieviel uns dies wert ist. Der Hund kann dies nicht entscheiden.

 

In diesem Sinne, ich wünsche eine gute Entscheidung wie auch immer sie fallen mag.

 

Ulrike Geng/November 2022

Die Ernährung des Hundes

 

Hunde sind Jäger und somit Fleischfresser, erkennbar an Verhalten (Jagdtrieb) und Körper (Gebiss, Magen, kurzer Darm), sowie ihrem Verdauungsprozess. Sie haben eine starke Kopf- und Halsmuskulatur und ein Scherengebiss. Der Magen ist stark dehnbar, wodurch er als Transportmittel dienen kann. Der Darm ist im Verhältnis zum Rumpf 1:5. Was bedeutet, das die Verdauungszeiten wesentlich kürzer sind als bei Pflanzenfressern. 

 

Während sich die wild bzw. frei lebenden Artgenossen und Verwandte des Hundes ihre Nahrung meist selber beschaffen, erhalten unsere Hausgenossen diese von uns zubereitet täglich vor die Schnauze gestellt. Die Nahrungsbeschaffung, also Beute erjagen entfällt schon mal. Dafür gibt es dann hoffentlich entsprechende Ersatzbeschäftigung. Aber auch bei der Aufnahme gibt es Unterschiede. Das Zerkleinern von Beute um es herunter schlucken zu können ist oft nicht nötig, da das Futter bereits gewolft bzw. in entsprechende Brocken/Pellets gefertigt wurde.  Die Kausmuskulatur wird daher kaum noch benötigt. Auch hier muss eine Alternative geboten werden, wenn die Hunde gewolftes bzw. zerkleinertes Futter bekommen.

 

Die Verdauung beginnt erst im Magen. Anders als Pflanzenfresser, die bereits in ihrem Speichel Verdauungsenzyme haben. Durch die Magensäure wird die Nahrung aufbereitet und aufgespaltet. Dies geschieht durch die Magensäure, die einen sehr hohen Anteil an Salzsäure hat (10-fach höher als beim Menschen). Hochmolekulare Proteine, sogar Knochen können dadurch angedaut werden. Salzsäure wirkt zudem antibakteriell, antiparasitär und -viruell. Fast jeder Parasit oder Mikroorganismus wird hier unschädlich gemacht. Daher ist eine regelmäßige Entwurmung alle drei Monate nicht notwendig. Damit der Magen sich nicht selber verdaut, hat die Magenwand einen schützenden Schleimfilm. Die eigentliche Verdauung verläuft dann im Dünndarm. Hier wird die Nahrung durch Enzyme weiter aufgeschlossen. Gallenflüssigkeit wird von der Leber produziert und über die Gallenblase zugeführt, Sekret von der Bauchspeicheldrüse und aus der Darmdrüse kommen hinzu. Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe, Vitamine werden hier resorbiert. Die unverdaulichen Futteranteile gelangen in den Dickdarm, wo sie weiter zersetzt und eingedickt werden. Dieser Rest verlässt den Körper.

 

Verdauungsenzyme spalten Nahrung auf. Für pflanzliche Nahrung fehlen dem Hund übrigens die passenden Enzyme. Diese würden sie sich normalerweise von ihren Beutetieren (allesamt Pflanzenfresser) holen. Daher müssen pflanzliche Bestandteile entsprechend vorbehandelt werden.

 

Proteine – Bausteine des Lebens

Sind wichtig für die Bildung von Knochen, Muskeln, Haut, Fell, Blut und Gewebe. Proteine bestehen aus Aminosäuren. Fleisch, Gemüse, Obst, Fisch, Eier, Milchprodukte, Getreide

 

Fette – Energieträger

Wichtigster Energielieferant, langfristig. Fette geben Kraft. Auch sind Fette nötig für fettlösliche Vitamine. Der Brennwert von Fett ist doppelt so hoch wie der von Proteinen.

 

Kohlehydrate – kurzfristiger Energielieferant

Nudeln, Getreide, Reis, Mais, Hirse, Kartoffeln, Dinkel 

Glutenfreie pflanzliche Lebensmittel: Amaranth, Hirse, Reis, Buchweizen, Maisgries

 

Mineralstoffe, Enzyme u. Vitamine – Bau- und Reglerstoffe

Knoche, Zähne, Haut, Stoffwechselvorgänge

 

Probleme in der Verdauung

Getreide ist oftmals zu lange im Körper. Daher Getreide immer ausreichend lange quellen lassen und in einem gesunden Verhältnis geben. Bei zuviel Getreide bzw. pflanzlichen Anteilen springt die Verdauung des Hundes nicht an, weil er den Mageninhalt auch nicht als Nahrung erkennt. Das Futter liegt und liegt und liegt viel zu lange im Magen. Gärprozesse entstehen und Blähungen und Durchfall treten oft als Folgeerscheinungen auf. Parasiten und Bakterien können sich ansiedeln. Übrigens, Vollkornprodukte, trotz ihrer guten Inhaltsstoffe, sind noch schwerer verdaulich und es stellt sich die Frage, ob ein Hund diese wirklich benötigt. Aber auch Gemüse wird oft nicht genügend zerkleinert. Weitere Probleme treten auf durch zu kaltes Futter, schlecht gewordenes Futter (Sommer), zuviel Wechsel im Futter, zu viel an Ernährungsergänzungen (Kräuter, Mineralstoffe, Spurenelemente)

 

In den Napf:

Fleisch, Knochen, Knorpel (Rind, Huhn, Pute, Lamm/Schaf, Wild, Pferd, Ziege, Kaninchen)

Obst (Apfel, Banane, Beeren, Melonen, Aprikosen)

Gemüse (Karotten, Wurzelpetersilie, Rote Beete, Pastinake, Fenchel, Kartoffel, Kürbis)

Getreide muss immer vorbehandelt gegeben werden. Heißt, ausreichend quellen lassen. Amaranth, Hirse, Reis, Maisgries und wilder Buchweizen sind glutenfrei. Aber auch Haferflocken werden, wenn maßvoll gegeben gut vertragen. In der Regel wird Getreide meist nicht genug lange eingeweicht bzw. mit zu wenig Wasser.

 

Menge - Gesamtmenge 2-3% vom Körpergewicht des Hundes (je nach Alter und Aktivität des Hundes), Verhältnis Fleisch und pflanzl. Anteil: 60-80 % Fleischanteil u. 20-40% pflanzl.Anteil (das Mischverhältnis hängt stark von Alter, Aktivität, Herkunft und Gesundheitsstand des Hundes ab)

 

Wenn ihr Fragen habt bezüglich der Ernährung eures Hundes, gerne auf Barf umstellen wollt, nicht ganz zufrieden mit dem aktuellen Futter seid, dann kommt einfach in Finjas Futterkammerl vorbei. Gerne erstellen wir euch einen passenden Futterplan, wir haben zudem alles da, was euer Hund braucht. Es ist nicht schwer und auch nicht sehr aufwendig. 

 

liebe Grüße
Ulrike Geng/Oktober 2022

Social Walks und Hundewanderungen

 

Bereits seit dem Jahr 2000 führe ich Hundewanderungen als auch Social Walks durch. Angefangen hat dies mit meiner ersten Hundewanderung bei dem damaligen Wolfexperten Erik Ziemen. Ich war begeistert von der beeindruckenden Natur des Bayerischen Waldes. Über viele Jahre organisierte ich dann mehrtägige Touren dorthin. Nach 20 Jahren war es soweit. Ich übersiedelte gänzlich in den Bayerischen Wald. Genauer gesagt direkt in den Bereich Nationalpark Bayerischer Wald. Seitdem gibt es hier regelmäßige Tagestouren sowie wöchentliche Social Walks. Die traditionelle Herbstwanderung ist ebenso ein fester Bestandteil im Jahresplan meiner Hundeschule.

Zusammen mit seinem Hund die Natur erleben gehört mit zu den schönsten Erlebnissen. Wenn man dann noch mit anderen Hundeleuten unterwegs ist, hat das schon was. Während der Wanderung erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die beeindruckende Umgebung. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den Hunden. Und so können die Hundehalter auch noch viel über Hundeverhalten erfahren. Wie man z. B. in der einen oder anderen Situation handeln sollte. Sehr interessant ist auch das Verhalten der Hunde untereinander zu beobachten. Die Wanderungen dauern etwa 4 - 5 Stunden. Selbstverständlich werden auch Pausen gemacht (Gemeinsam schmeckt es besser). Die Wegstrecken sind immer unterschiedlich lang. Je nachdem, wo wir gehen. Grundsätzlich kann man eine Hundewanderung nicht mit einer "normalen" Wanderung vergleichen. Die Touren sind auf die Distanz bezogen kürzer. Man muss mal stehen bleiben, auf die Seite gehen, die Hunde abrufen oder ein schönes Foto von seinem Wuff machen :-).

Die Social Walks sind eine kürzere Version der Hundewanderungen und finden in der Regel wöchentlich statt. Hier sind wir ca. 1 1/2 - 2 Stunden unterwegs. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf den Hunden ihrem Verhalten zueinander, als auch zur Umwelt. Dabei sprechen wir zudem über unterschiedliche Themen aus dem Hundebereich, wie etwa Ernährung oder die Gesundheit der Hunde.

Die Wanderungen sind für Hunde ab einem Jahr geeignet. Bei den Social Walks dürfen auch jüngere Hunde ab ca. 6 Monate mitgehen, da die Wegstrecke um ein Vielfaches kürzer ist. Ich werde oft gefragt, ob man mit seinem Hund, der nicht ganz so rund läuft in Bezug auf Artgenossen, auch mitgehen darf. Genau für diese Hunde sind die Social Walks so unglaublich wichtig. In einer entspannten Atmosphäre lernen sie, dass vom Gegenüber keine Gefahr droht. Dabei wird genau geschaut welche Distanz der jeweilige Hund benötigt. Es wird ihm Zeit gegeben und es wird nicht gedrängt. Es ist für mich jedes Mal eine große Freude zu erleben, wie sich diese Hunde positiv verändern. Es ist nicht wirklich wichtig, ob ein Hund "Sitz" kann, es ist manchmal sehr praktisch. Es ist jedoch sehr stressig, für alle Beteiligten, wenn der Hund ein schwieriges Sozialverhalten an den Tag legt. Gut geführte Social Walks als auch Hundewanderungen helfen hier nachhaltig und dauerhaft, um dies zum Besseren zu ändern. Hunde die noch nicht zuverlässig folgen können ebenfalls an den Social Walks teilnehmen.

 

Für mich sind Social Walks und Hundewanderungen die bestmöglichste Art um über Hunde zu lernen und den Hunden gutes Sozialverhalten untereinander, als auch der Umwelt gegenüber, zu ermöglichen. Wenn Ihr also mal mitgehen wollt, dann meldet euch ganz einfach. Ich freue mich auf Euch!

 

Bis dahin und mit herzlichen Grüßen

 

Ulrike Geng/August 2022

Überlegungen für ein funktionierendes Miteinander

 

Wenn ein Hund einzieht, ändert sich von heute auf morgen das gesamte Leben. Nichts ist mehr wie früher. Ob nun der Vierbeiner wohlüberlegt oder rein zufällig ins Haus kam, sehr schnell wird klar ohne Ordnung geht es nicht. Nun wird zusammengetragen was der Hund alles können muss. Was er darf und was nicht, in welchen Situationen er sich wie zu beneh-men hat und vieles mehr. Möglichst schnell, da man ja eh immer im Stress ist, soll der Hund das 1x1 der Hundeerziehung lernen und die Kommandos stets artig befolgen.  

 

Unsere vierbeinigen Gefährten müssen viele unhundliche Aufgaben in ihrem Leben bewältigen, Aufgaben die nicht ihrem Naturell entsprechen. Es liegt in unserer Verantwortung ihnen diese fair und geduldig zu vermitteln und sie in unserer zivilisierten Welt immer noch Hund sein zu lassen. 

 

Was liegt nun nicht im Naturell der Hunde? Welche Erwartungen sollen sie ohne Murren erfüllen? Da wäre zum Beispiel die Leinenführigkeit. Haben wir schon einmal gesehen oder davon gehört, dass ein Tier einen Artgenossen angeleint durch die Gegend führt? Unhundlich ist auch einfach mal nicht über die Straße zum Artgenossen zu laufen, diesen nicht zu beachten, nicht zu grüßen, eben aus hundlicher Sicht asozial zu sein. Auch das von uns gewünschte Begrüßungszeremoniell ist so ganz anders. Hunde begrüßen sich untereinander durch Schnauzenkontakte. Unsere Schnauze liegt nun aber ziemlich weit oben im Gesicht. Der Hund kommt dort nur hin, wenn er springt. Würden wir auf allen Vieren kriechen, bräuchte er kaum hochzuspringen. Da wir weder das Eine noch das Andere wollen, muss der Hund umlernen.

 

Unhundlich ist auch der ganze Aufwand den wir mit unseren Vierbeinern veranstalten.  Hierin fahren, dorthin fahren, jene Veranstaltung aufsuchen, quer durch den Hauptbahnhof marschieren um die Oma vom Zug abzuholen. Ebenso sieht man sie regelmäßig auf Volksfesten, Wochenmärkten und in Kaufhäusern. Und der Hund soll immer schön artig sein. Ist denn wirklich alles notwendig, muss unser Freund fürs Leben denn immer dabei sein?

 

Krank durch Stress - dies ist mittlerweile auch ein Thema für unsere Hunde geworden. Ob nun Magen- Darmerkrankungen, Haarausfall, Appetitlosigkeit oder innere Unruhe, die Liste ließe sich lange fortsetzen. Wenn der Hund dann auch noch unangenehm auffällt wird oft eine Verhaltensauffälligkeit diagnostiziert und dementsprechend therapiert. Vielleicht ist der Hund schlicht und ergreifend einfach nur total gestresst oder genervt?

  Wie reagieren wir, wenn wir gestresst sind? Ruhig und entspannt, mit einem Lächeln auf den Lippen? Oder fauchen wir unsere Lieben doch recht unwirsch an, wenn wir genervt von der Arbeit und ohnehin schon zu spät durch den Berufsverkehr, endlich nach Hause kommen und mit der obligatorischen Frage „Schatz, was gibt es denn heute Abend zu essen?“ in der Tür empfangen werden.

 

Soll dies nun heißen ich darf mit meinem Hund nichts mehr erleben, nicht mehr fortgehen, nicht mehr in den Urlaub fahren? Nein, das nicht, aber wir sollten wirklich überlegen was wir unseren Hunden zumuten.  Ist das noch fair was wir vom Hund erwarten. 

 

Es liegt in unserer Verantwortung  dafür zu sorgen, dass es uns, der Familie, dem Team gut geht. (Autor Ulrike Geng)

Der Hundebademantel

 

Was bin ich froh, dass es diese Teile gibt. Wenn ich nur daran zurückdenke, wie wir vorher mit Handtüchern hantiert haben. Meist gab es über kurz oder lang einen müffelnden Haufen an ausgedienten Dusch- und Badehandtüchern halbiert und in allen möglichen Farben. Jedes Mal waschen wollte man sie auch nicht, aber zur normalen Wäsche zum Trocknen aufhängen ebenso wenig. So entstand in Haustürnähe die unschöne und müffelnde Ansammlung der „Hundehandtücher“. Kam man nach einem Regenspaziergang zurück und trocknete den Hund ab, so war er zwar oberflächig von Dreck und Nässe befreit, jedoch nach dem ersten Schütteln merkte man sehr schnell, was da tatsächlich noch im Hund steckte.

 

Durch den Hundebademantel kann man jetzt sehr entspannt seinen Hund in den gesamten Wohnbereich mitnehmen ohne in Sorge zu sein, dass binnen kurzem dieser wie eine Indoor-Waldlandschaft mit Feuchtbiotopen aussieht und riecht.

Der Hundebademantel ist mir auch sehr willkommen, wenn wir beim Baden waren, der Hund noch nass und wir anschließend noch irgendwo einkehren wollen. Im Biergarten, auf der Sonnenterrasse ist es ja nicht schlimm, aber ehrlich in geschlossenen Wirtsstuben einen nassen Hund mit hinein zu nehmen ist nicht nett. Auf meinen Hundewanderungen habe ich ebenfalls nur Positives feststellen dürfen. Die Gastwirte bei denen wir untergebracht waren, fanden es richtig toll und sehr rücksichtsvoll, wenn wir bei Regen bzw. wenn die Hunde noch nass vom Baden waren mit diesen nicht einfach so durch das Hotel liefen, bzw. die Fellnasen sich nass im Zimmer aufhielten.   

 

Wichtig bei einem Hundebademantel ist, dass er so großzügig geschnitten ist, dass der Hund noch Bewegungsfreiheit hat und sich vor allem auch bequem hinlegen kann, er aber nicht so schlottert, dass der Hund sich darin verheddert. Man sollte ebenso darauf achten, dass ein ausreichender Bauchlatz vorhanden ist, damit die Unterseite vom Hund auch abgedeckt ist. Ein Kragen der weit genug ist, damit der Hund sich noch wohl fühlt, den man aber auch bequem bis zu den Ohren hochklappen kann, ohne dass er ständig zurückfällt. Ich bevorzuge Frottee-Bademäntel aus reiner Baumwolle, die kann man super gut waschen und werden von den Hunden gerne getragen. Auch ein statisches Aufladen findet dadurch nicht statt.

 

Ich habe auch bislang festgestellt, dass bei der richtigen Größe, dem richtigen Material und Schnitt die Hunde sich in ihren Bademänteln sehr wohl fühlen.

 

Mein Fazit, ob Daheim oder Unterwegs, im Auto, Wohnmobil oder Hotel ein Hundebademantel ist ein Utensil, dass seine Daseinsberechtigung absolut erfüllt und in meinem Hundehaushalt nicht mehr wegzudenken ist. (Autor Ulrike Geng)

Aufrüstung oder Ausrüstung

 

Der Markt an Trainings- und Ausrüstungsutensilien im Hundebereich ist umfangreich. Es gibt viel überflüssiges und einiges richtig sinnvolles. Da gilt es ganz genau hinzuschauen und zu prüfen, ob das jeweilige Teil wirklich geeignet ist, den Hund eher ängstigt, oder ihm eventuell sogar Schmerzen zufügt. 

 

Wenn es um Erziehung und den Aufbau der Grundlagen geht, rate ich meinen Kunden: Je weniger desto besser. Warum? Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht von Ausbildungs- oder Hilfsmitteln abhängig machen.

 

Nehmen wir an, wir verwenden eine Hundepfeife um unseren Hund zurück zu holen. Was machen wir, wenn wir die Pfeife unterwegs verlieren. Oder, der Hund kommt nur, wenn er Gutti XY erhält. Was, wenn diese unterwegs ausgehen? Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen, es fallen aber doch des Öfteren Sätze wie: „Das geht jetzt nicht, weil ich .... nicht dabei habe.“ oder „Wenn ich den Quietscheball nehme, kommt er immer.“ 

 

Natürlich macht es auch einfach Spaß etwas auszuprobieren, zu schauen wie das neue Teil in der Praxis besteht. Was kann man damit anfangen, wo einbringen, findet das mein Hund toll oder doch eher doof. Das mache ich auch gerne. 

 

Geht es jedoch um die Basis, dann arbeite ich mit so wenig Hilfsmitteln wie möglich. Ich als Person, der Hund und ein paar Gutties als zusätzliche Belohnung. Wenn ich den Rückruf aufbaue, möchte ich das mein Hund zu mir kommt weil ich das so möchte und nicht weil ich den Futterbeutel habe. Es geht um Erziehung, um die Bindung zum Hund und die Bindung des Hundes zu mir. Wenn wir mit den Hunden arbeiten liegt der Schwerpunkt nicht auf den Hilfsmitteln sondern in dem Verhältnis Mensch-Hund und ihrer Kommunikation miteinander. Dadurch erhält der Mensch dem Hund gegenüber eine wesentlich höhere und intensivere Wertigkeit. So können Beide miteinander durchs Leben streifen. Mit Freude, aber auch mit einer tiefen Verbundenheit. Mensch und Hund lernen gemeinsam um zusamen zu leben. 

 

 

Halsband oder Brustgeschirr?

 

Hier scheiden sich die Geister. Die einen arbeiten nur über Halsband, andere nur über Brustgeschirr. Die clevere Wahl ist, der Hund kennt Halsband und Geschirr. Somit sind wir unabhängig. Es kann durchaus sein, dass ein Hund zeitweise kein Brustgeschirr tragen kann, weil er vielleicht eine Verletzung am Bauch hat, operiert wurde. Es gab auch schon Fellnasen, die haben es geschafft ihr Geschirr unterwegs zu verlieren.

Bei jungen Hunden, bzw. Hunden die noch nicht lange in ihrem neuen Zuhause sind rate ich in der ersten Zeit daheim ein Halsband anzulegen, falls man den Hund mal eben halten muss. Sei es, dass Besuch kommt oder der Paketdienst klingelt und so den Neuling zurück halten kann, ohne großen Aufwand.

 

Wenn wir jedoch raus gehen, dann wird das Brustgeschirr angezogen. Es ist einfach die bessere, die clevere Wahl. Gerade bei unseren Wanderungen kommt es immer wieder vor das ich den Hund stabilisieren muss, wenn wir z. B. über Felsen klettern oder an Engstellen vorbei kommen. Nicht wenige Hunde sind schon abgerutscht. Über ein Brustgeschirr kann ich den Hund sichern ohne ihn zu würgen. Aber auch im normalen Straßenverkehr kann es sein, dass wir den Hund schnell zurück ziehen müssen. Viele Radfahrer machen heutzutage nicht mehr auf sich aufmerksam wenn sie von hinten heran kommen. Man hört sie nicht und dann muss man auch mal seinen Hund schnell auf die Seite ziehen um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Bei einem Brustgeschirr kann ich schnell und gezielt zugreifen. Bei einem Halsband gelingt dies nicht immer. 

 

Auch das Gehen an der Leine ist über ein Brustgeschirr nicht nur angenehmer, sondern vor allem gesünder. Gerade für die Halswirbelsäule ist das Führen über ein Halsband ungünstig. Da kann ein Hund noch so gut an der Leine gehen. Es kommt immer wieder mal vor, dass Zug entsteht oder ein plötzlicher Ruck, das ist völlig normal. Dadurch können Verletzungen im Halswirbelsäulenbereich entstehen. Blockaden und Verspannungen sind nicht selten bei Hunden die Halsbänder tragen. Bei einem korrekten Brustgeschirr passiert dies nicht. Die Auswahl ist heutzutage sehr groß und man muss daher ganz genau schauen, ob das jeweilige Brustgeschirr wirklich gut ist und auch das richtige für seinen Hund. 

 

Gerade bei Brustgeschirren fällt auf, dass diese oftmals nicht richtig sitzen. Auch beim Anziehen gibt es einige, die schon viel zu umständlich sind. Dies hat zur Folge, dass sie von den Hunden als Störfaktor angesehen und nicht mehr gerne getragen werden. Immer wieder sagen mir Kunden, dass ihr Hund das Brustgeschirr nicht mag. Wenn ich mir das Teil dann ansehe wundere ich mich in der Regel nicht. 

 

Es gibt viele Halsbänder und Brustgeschirre um für seinen Hund das passende zu finden. Wir müssen genau hinschauen, ob das jeweilige Geschirr für unseren Hund das Richtige ist.

 

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Halsbänder oder Brustgeschirre, die so konzipiert sind, dass sie dem Hund Schmerzen zufügen in meinen Augen absolut tierschutzrelevant sind. Dazu gehören jegliche Würge- und Stachelhalsbänder, Gliederketten, Brustgeschirre, die mit dünnen Schnüren unter den Achseln der Hund verlaufen und ähnliches „Folterwerkzeug“ mehr. Wer sich nicht sicher ist, lässt sich beraten. (Autor Ulrike Geng)

Die Sache mit dem Sofa oder wie ist das denn bei Dir und Deinem Hund

 

Als Hundetrainer wird man ja immer wieder gefragt, wie man es denn selber so hält mit seinem Hund. 

 

Mein Hund soll natürlich folgen. Mein Schwerpunkt liegt in der Erziehung, das sind die Lebensregeln und entsprechend ausgerichtet sind auch die einzelnen Signale. Ziel ist, dass mein Hund lernt, was er wann machen soll oder nicht und ich es ihm gar nicht mehr mitteilen muss. Wie weit dies immer gelang hing auch von meinen jeweiligen Hunden ab. Es sind nicht alle Hunde gleich und nicht jeder Lehrling wird später auch ein Meister seines Fachs. Es gab Hunde, denen ich sehr viel Freiraum gewähren konnte und Hunde, für die es besser war, wenn man ihnen einen engeren Rahmen setzte.

 

Brustgeschirr oder Halsband: Ich verwende das Brustgeschirr, weil es einfach sicherer ist und der empfindliche Halsbereich des Hundes außen vor ist. Bei den Trainings bestehe ich auch bei meinen Kunden darauf, dass ihr Hund ein Brustgeschirr trägt. Den Einwand die Hunde würden sich beim Spielen darin verfangen und verletzen kann ich nicht bestätigen. In den 20 Jahren, in denen ich als Trainer tätig bin habe ich diesen Fall noch nicht erlebt. 

 

Die Ernährung: Im Jahr 2002 habe ich mit der Fleischfütterung begonnen und sie bislang keinen einzigen Tag bereut. Ich mache das ohne großen Aufwand. Es wird bei mir nicht bis ins kleinste Detail alles ausgerechnet und ich stehe auch nicht stundenlang in der Küche und schnipple und püriere und messe ab. Auch hier gibt es gute und verständliche Informationen, sei es im Internet oder in Büchern. Eine Panikmache, man würde den Hund unter- oder überversorgen, alles viel zu kompliziert ect. ist in meinen Augen gezielte und bewußte Verunsicherung um den Halter zu seinen Gunsten zu beeinflussen. 

 

Impfungen: Selbstverständlich habe ich meine Hunde immer grundimmunisieren lassen. Danach erfolgt die routinemäßige Tollwutimpfung im Abstand von 3 Jahren, auch wenn man von einer lebenslangen Immunität ausgeht. Auch hier gibt es reichhaltige Informationen. 

 

Kastration: Meine Hunde waren und sind kastriert. Ich konnte in all den Jahren nicht beobachten, auch nicht bei meinen Kundenhunden, dass sich dadurch Verhalten verschlechtert hätte oder durch die Kastration sich der Verstand aufgelöst hätte. Ja, wurde allen Ernstes  auch schon behauptet. Bei manchen Hunderassen kann es z.B. zu einer Inkontinenz bei den Hündinnen kommen oder das Fell ist nicht mehr so schön. Das Thema Kastration wird im Hundebereich teilweise sehr heftig diskutiert. Interessanterweise findet diese Diskussion nicht statt, wenn es um Katzen, Meerschweinchen, Hasen, Pferde geht. Ein Aufschrei, wenn ein Hund kastriert wird, aber wenn z.B. der Kater anfängt die Couch daheim zu markieren oder die rollige Kätzin einem die letzten Nerven raubt, dann ist ganz fix kastriert. 

 

Das Sofa: Ja, meine Hunde dürfen auf das Sofa. Übrigens, ich auch. :-)

(Autor Ulrike Geng)

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Inh. Ulrike Geng

Fachgebiet: Tierschutzhunde, Verhaltenskunde

 

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Ulrike Geng

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